Donnerstag, 20. März 2014
Ein Schritt in die richtige Richtung: Der Mindestlohn
politblog, 15:55h
Nun ist er also beschlossen: Der gesetzliche, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 € in Deutschland. Andrea Nahles (SPD) tritt sichtlich stolz vor die Kameras und verkündet die frohe Botschaft. Durchaus mit Recht, es gibt nur wenige Ausnahmen: Jugendliche unter 18, Praktikanten, Ehrenamtliche und für Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten soll der Mindestlohn nicht gelten. Zähneknirschend nickte die Union den Gesetzesentwurf ab. Zur Freude von Gewerkschaften und SPD. Ab dem 1. Januar 2015 soll der Mindestlohn greifen. Bauernverbände und Arbeitgeber schreien laut auf, was zu erwarten war. Gemüse werde teurer heißt es, es würde eine Preisexplosion geben. Sicherlich die Preise könnten durchaus steigen, aber ist es uns das nicht wert für eine anständig bezahlte und menschenwürdige Arbeit? Es wird das hohe Lied der Arbeitsplatzvernichtung gesungen, wofür es keine handfeste Studie gibt. Die Union fordert Ausnahme um Ausnahme, unter Anderem sollen die 8,50 € pro Stunde erst ab 25 gelten. Meiner Meinung nach völlig daneben, dann würde die Gesellschaft immer mehr in zwei Klassen unterteilt, ein 22-Jähriger bekommt 4 € die Stunde, aber ein 26-Jähriger für die gleiche Arbeit 8,50 €? Wo kommen wir da denn hin, absurd. „Wenn überhaupt, dann kann es von allen akzeptierte Ausnahmen vom Mindestlohn geben – etwa bei Azubis oder ehrenamtlichen Tätigkeiten. Aber altersabhängige Ausnahmen bis 18 oder 25 Jahre sind absurd: Da könnte man ihn ja auch von der Schuhgröße bestimmen lassen”, sagt IG Bergbau Chemie Energie Chef, Michael Vassiliadis der „Rheinischen Post“. Der Mann hat Recht.
Wir haben Unmengen an Reichtum in Deutschland. Da sollten uns die einfachen Arbeitnehmer doch was wert sein, oder nicht? Sie sorgen doch dafür, dass unsere Wirtschaft läuft, sie sind es die Tag und Nacht ackern, Schichtdienste schieben, nebenbei noch die Kinder erziehen und dann versuchen die nächste Strom- und Wasserrechnung zu bezahlen. Diese Menschen haben verdammt nochmal eine anständig bezahlte und würdige Arbeit verdient. Denn gut ist nicht „was Arbeit schafft“, wie es die neoliberale und lobbyistentreue FDP in der Vergangenheit formulierte, gut ist „was gute Arbeit schafft“, anständig entlohnt, humane Arbeitszeiten und faire Arbeitsbedingungen. Vier Millionen Menschen sind betroffen von dem Mindestlohn. Das kann bedeuten eine Verbesserung der Lebensqualität für vier Millionen Menschen. Bevor man gleich pausenlos Kritik übt, sollte man doch erstmal abwarten, was für eine Entwicklung diese Entscheidung nimmt. Vorverurteilungen sind völlig Fehl am Platz. Thomas Öchsner von der „Süddeutschen Zeitung“ beschreibt treffend in seinem Kommentar: „Außerdem kann jeder Wirtschaftszweig, in dem häufig Niedriglöhne gezahlt werden, noch einen Tarifvertrag abschließen. Für solche Branchen gilt dann eine Übergangszeit, in der bis 2016 Tarifverträge Vorrang vor den 8,50 Euro haben. Deshalb könnte es bald sogar bundesweite Tarifverträge für Taxifahrer oder in der Landwirtschaft geben - der Mindestlohn wirkt also bereits.“
Während Banker wieder Boni in Millionenhöhe für absolute Fehlleistungen und ekelhafte Gier, siehe Anshu Jain und Jürgen Fitschen von der „Deutschen Bank“, kassieren, müssen Millionen Menschen nach der normalen Arbeit noch zum Amt aufstocken, was den Steuerzahler 11-12 Mrd. € jährlich kostet. Da ist doch was aus dem Lot geraten! Die Bezüge aller Vorstandmitglieder der „Deutschen Bank“ stiegen von vorher 26,3 Millionen Euro auf nun 38,5 Millionen Euro. Ein Kommentar hierzu erübrigt sich.
Der Mindestlohn ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Mindestlohn ist ökonomisch sinnvoll, weil er die Steuerzahler entlastet und sozial gerecht, weil er vier Millionen Menschen eine neue Lebensqualität und würdigere Arbeit ermöglicht. Bravo, Frau Nahles!
Wir haben Unmengen an Reichtum in Deutschland. Da sollten uns die einfachen Arbeitnehmer doch was wert sein, oder nicht? Sie sorgen doch dafür, dass unsere Wirtschaft läuft, sie sind es die Tag und Nacht ackern, Schichtdienste schieben, nebenbei noch die Kinder erziehen und dann versuchen die nächste Strom- und Wasserrechnung zu bezahlen. Diese Menschen haben verdammt nochmal eine anständig bezahlte und würdige Arbeit verdient. Denn gut ist nicht „was Arbeit schafft“, wie es die neoliberale und lobbyistentreue FDP in der Vergangenheit formulierte, gut ist „was gute Arbeit schafft“, anständig entlohnt, humane Arbeitszeiten und faire Arbeitsbedingungen. Vier Millionen Menschen sind betroffen von dem Mindestlohn. Das kann bedeuten eine Verbesserung der Lebensqualität für vier Millionen Menschen. Bevor man gleich pausenlos Kritik übt, sollte man doch erstmal abwarten, was für eine Entwicklung diese Entscheidung nimmt. Vorverurteilungen sind völlig Fehl am Platz. Thomas Öchsner von der „Süddeutschen Zeitung“ beschreibt treffend in seinem Kommentar: „Außerdem kann jeder Wirtschaftszweig, in dem häufig Niedriglöhne gezahlt werden, noch einen Tarifvertrag abschließen. Für solche Branchen gilt dann eine Übergangszeit, in der bis 2016 Tarifverträge Vorrang vor den 8,50 Euro haben. Deshalb könnte es bald sogar bundesweite Tarifverträge für Taxifahrer oder in der Landwirtschaft geben - der Mindestlohn wirkt also bereits.“
Während Banker wieder Boni in Millionenhöhe für absolute Fehlleistungen und ekelhafte Gier, siehe Anshu Jain und Jürgen Fitschen von der „Deutschen Bank“, kassieren, müssen Millionen Menschen nach der normalen Arbeit noch zum Amt aufstocken, was den Steuerzahler 11-12 Mrd. € jährlich kostet. Da ist doch was aus dem Lot geraten! Die Bezüge aller Vorstandmitglieder der „Deutschen Bank“ stiegen von vorher 26,3 Millionen Euro auf nun 38,5 Millionen Euro. Ein Kommentar hierzu erübrigt sich.
Der Mindestlohn ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Mindestlohn ist ökonomisch sinnvoll, weil er die Steuerzahler entlastet und sozial gerecht, weil er vier Millionen Menschen eine neue Lebensqualität und würdigere Arbeit ermöglicht. Bravo, Frau Nahles!
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